Kaum habe ich mich zu meiner „Filmsucht“ bekannt, schon wächst mein „Waffenarsenal“ um eine weitere analoge Kamera (wie war das noch mit GAS vs. Bulemie). Wie meine anderen analogen Schätzchen, ist auch „die Neue“ eine Monstrosität von Kamera und stammt ganz offensichtlich aus einer Zeit, in der das Wort „Design“ noch nicht in die Produktentwicklung eingeflossen ist (ja ich weiß, Leica hat schon immer schicke Kameras gebaut, die kann ich mir aber nicht leisten).

Pentax

Pentax 67

Die Pentax 67 wurde 1990 vorgestellt. Das ist schon eine Weile her, zur Erinnerung: Im gleichen Jahr erfreute sich ein Teil der Deutschen an Bananen. Das Design der Kamera wurde aber unverändert von dem Vorgänger, der 6×7 aus den 70ern, übernommen. Zugegeben, die Namensgebung ist etwas uninspiriert.

Nach meiner Polaroid 600SE ist die Pentax wohl meine hässlichste Kamera. Sie sieht irgendwie aus, wie eine Spiegelreflexkamera auf Steroiden und im Grunde genommen ist sie das auch. Denn entgegen der Polaroid, die so ergonomisch wie ein Ziegelstein ist, ist der Aufbau der Pentax von einer handelsüblichen SLR abgeleitet. Sie lässt sich also leicht bedienen, liefert aber riesige Dias / Negative im Format 6x7cm. Zum Vergleich Kleinbild oder digitales „Vollformat“ misst 36x24mm.

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Das im Vergleich zum Kleinbild riesige Format bedeutet aber riesiger Spiegel und damit riesiger Kamerabody. Die 6x7er Mamiyas dieser Welt sind regelrechte Trümmer, dagegen ist meine Pentax schon handlicher. Dafür ist sie halt hässlich. Ja nu, einen Tot muss man wohl sterben.

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