Über die letzten Jahre ist der Inhalt meiner Fototasche immer weiter gewachsen, sowohl hinsichtlich Anzahl der Teile als auch in rein physischer Größe. Gerade letzteres hat dazu geführt, dass ich meine Kamera immer weniger auf nicht-Foto-Ausflüge mitgenommen habe, da ich schlicht und ergreifend keine Lust hatte, das „Monstrum“ mitzuschleppen.

Seit einiger Zeit nun hielt ich die Augen nach einer „immer dabei Kamera“ auf. Bis zuletzt sind einige Vertreter Fuji’s X-Serie in der engen Auswahl gewesen, da sie große Sensoren und gute Bildqualität haben und auch noch in einem schicken Retrolook daherkommen… ‚the whole package‘ eben. Das Preisschild von >1000€ hat mich dann allerdings echt abgeschreckt.

Durch einen Freund bin ich auf die Ricoh GR gestossen. Okay, sie sieht nicht wie eine coole Hipsterkamera aus, sondern zugegeben ziemlich langweilig, hat dafür aber sprichwörtlich einiges unter der Haube: 16 Megapixel APS-C Sensor ohne Tiefpass Filter, 28mm Weitwinkelobjektiv und eine Startblende von f2.8… UND: sie passt wirklich in die Hosentasche!

 

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Für Landschaftsfotos nehme ich mittlerweile nur noch die Ricoh mit. Das 28mm Objektiv liefert, auch wegen des fehlenden Tiefpassfilters, knackscharfe Bilder und der Sensor hat laut DxO sogar einen höheren Dynamikumfang als der meiner Canon 5D Mk3. Das hat sich in der Praxis im direkten Vergleich auch bereits mehrmals gezeigt. Weitere Bilder folgen.

Ich kann jedem, der auf der Suche nach einer echt kompakten Zweitkamera mit großem Sensor ist nur empfehlen, sich die Ricoh GR mal genauer anzuschauen. Sie kostet die Hälfte einer Fuji X100S und ist meiner Meinung nach absolut ebenbürtig (vom fehlenden Hipster-Look mal abgesehen).

 

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